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Fünf Ideen, wie du das Gefühle-Memo kreativ einsetzen kannst

Abbildung des Gefühle-Memos von Beltz.

Wie fühlst du dich? Eine Frage, die für kleine Patient*innen manchmal schwierig zu beantworten ist. Mit dem Gefühle-Memo vom Beltz Verlag ist der Zugang zur Gefühlswelt spielerisch möglich. Ideal für die kreative Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie! Wir haben fünf Ideen für dich zusammengestellt, wie du die Karten kreativ einsetzen kannst.

Wie fühlst du dich? Wie sieht es aus, wenn jemand traurig, ängstlich oder wütend ist? Woran erkennst du das bei dir – und woran bei anderen? Welche Gefühle gibt es überhaupt? Fragen, die für kleine Patient*innen manchmal noch schwierig zu beantworten sind – vor allem, wenn ihnen dazu noch die richtigen Worte fehlen. Das Kennenlernen verschiedener Gefühle nimmt daher oft einen wichtigen Stellenwert in der Psychotherapie mit Kindern und Jugendlichen ein. Ein spielerischer und nonverbaler Zugang, mit dem sie „wie beiläufig“ die Welt der Gefühle entdecken können, ist vor allem zu Beginn der Gefühlsarbeit ideal. 

Das neue Gefühle-Memo von den Autor*innen Melanie Gräßer, Annika Botved und Eike Hovermann zeigt auf 30 Bildpaaren die ganze Bandbreite der Gefühlswelt. Egal ob cool, wütend, traurig oder mutig - abgebildet sind schöne und positive, aber auch unangenehme und negative Gefühle. So kannst du mit deinen Patient*innen auf ganz spielerische Art und Weise die verschiedenen Gefühle kennenlernen, darüber ins Gespräch kommen und deinen Patient*innen dabei helfen, die passende Worte dafür zu finden, was in ihnen vorgeht. 

Ein besonderes Spielerlebnis findest du auf www.beltz.de/therapiespiele. Dort kannst du das Gefühle-Memo als Online-Spiel direkt ausprobieren.

Beispielbilder des Gefühle-Memos

Die Bildpaare eignen sich natürlich hervorragend für eine Partie des klassischen Memospiels. Die Karten lassen sich darüber hinaus aber auch ganz vielfältig einsetzen. Wir haben fünf Ideen für dich zusammengestellt, wie du die Karten spielerisch und kreativ in deinen Therapiestunden einsetzen kannst:

1. Das klassische Memo-Spiel 

Legt die Karten verdeckt auf den Tisch oder den Boden, je nachdem wo ihr gerade spielt. Der/die erste Spieler*in deckt zwei Karten für alle sichtbar auf. Es sind dieselben Motive zu sehen? Super, dann darfst du zwei weitere Karten aufdecken! Sind nicht dieselben Motive zu sehen? Dann werden die Karten wieder umgedreht und der/die Nächste ist dran. Wer am Ende die meisten Paare gefunden hat, gewinnt das Spiel. Und wenn du schon mal öfter Memospiele gegen Kinder gespielt hast, weißt du: Sie sind in dem Spiel oft unschlagbar! Das garantiert Spaß und eine extra Portion Selbstvertrauen für deine Patient*innen. Gleichzeitig könnt ihr leicht über die dargestellten Gefühle in Kontakt gehen und je nachdem auch noch ergänzende Aufgaben einbauen. Zum Beispiel könnt ihr kurz etwas zu dem aufgedeckten Gefühl erzählen: „Wann hast du dich das letzte Mal so gefühlt?“. Oder: „Wie bist du damit umgegangen?“

Mehrere Bilder von einem Mädchen, das Gefühle pantomimisch ausdrückt.

2. Wie sieht ein Gefühl aus?  

Eine weitere spielerische Möglichkeit, die Gefühle zu erkunden, ist es, sie pantomimisch nachzustellen. Die Spieler*innen ziehen z. B. nacheinander verdeckt eine Karte und stellen das darauf abgebildete Gefühl pantomimisch nach. Welches Gefühl wird da gezeigt? Die Mitspieler*innen versuchen, das Gefühl zu erraten – das gelingt sowohl in der Gruppentherapie als auch im Einzelsetting gut! Ein Gefühl mimisch darzustellen ist aber gar nicht immer so leicht. Wie sehe ich eigentlich aus, wenn ich ein bestimmtes Gefühl zeige? Um das zu üben, können Patient*innen die gezogenen Karten auch erst mal vor einem Spiegel nachahmen und so herausfinden, wie sich die jeweiligen Gefühle in ihrer Mimik und/oder Körperhaltung zeigen.

3. Eine Geschichte erzählen 

Wann fühlt man eigentlich welches Gefühl? Um das gemeinsam herauszufinden, erzählt doch einfach mal eine Geschichte, für welche die Bildkarten als Anregung dienen. Zieht zufällig drei Karten. Mit diesen Karten gilt es nun, eine Geschichte zu erzählen und die Karten in die entsprechende Reihenfolge zu legen. Danach werden drei weitere Karten gezogen und die Geschichte damit weitererzählt. Dies könnt ihr solange spielen, bis eure Geschichte fertig ist oder keine Karten mehr übrig sind. 

4. Wie geht es dir heute?  

Die Karten können auch als Ritual zum Stundenbeginn oder Stundenende eingesetzt werden. Die Patient*innen wählen dafür frei Karten aus, die dazu passen, wie sie sich aktuell fühlen oder wie sie sich im Verlauf der Woche gefühlt haben. Die Karten können auch ein schöner Einstieg für eine Gruppentherapiestunde sein.

Ein blondes Mädchen mit orangenem Schal

5. Einsatz in der Lebenslinienarbeit 

Wie hast du dich im Lauf deines Lebens gefühlt? Welchen Einfluss hatten bestimmte Lebensereignisse? Das Erstellen einer Lebenslinie gehört zum Methodenkoffer vieler Psychotherapeut*innen. Die Patient*innen werden dabei gebeten, eine Lebenslinie mit einem Seil auf dem Boden auszulegen. Wichtige Lebensereignisse (z. B. Trennung der Eltern, Schulwechsel, der Beginn eines neuen Hobbys) werden auf Karten notiert und chronologisch neben dem Seil ausgelegt. Dieses kann in seinem Verlauf entsprechend der Ereignisse angepasst werden. Alternativ kann die Lebenslinie auch auf ein Blatt Papier gezeichnet werden. Die Gefühle-Memo-Karten eignen sich gut, um sie ergänzend als Markierungen in der Lebenslinie zu verwenden. Die Patient*innen können so leicht darstellen, wie sie sich in bestimmten Situationen, mit bestimmten Lebensereignissen oder in gewissen Lebensabschnitten gefühlt haben.  

Diese und noch mehr Ideen zum Einsatz der Memokarten findest du in dem Booklet, welches dem Spiel beiliegt.

Das Gefühle-Memo ist neben dem Ressourcen-Memo ganz neu bei Beltz erschienen. Mehr Informationen erhältst du auf www.beltz.de/therapiespiele. 

Dort kannst du das Gefühle-Memo als Online-Spiel direkt ausprobieren.

Gräßer, M., Botved, A. & Hovermann, E. (2021). Gefühle-Memo. Weinheim, Basel: Beltz Verlag.