Anzeige

Fragen, mit denen du deinen Praxisalltag bewusster gestaltest

Blonde Frau sitzt auf einem Sessel und schreibt in ein Buch.

Wie sieht es mit deiner Selbstfürsorge aus? Sich mehr bewegen, mehr Pausen machen oder sich in Therapiesitzungen mehr zurückzunehmen – manchmal geraten die eigenen Bedürfnisse aus dem Blick. Wie du mit dem Fragenfächer „Die eigenen Ressourcen aktivieren“ vom Hogrefe Verlag deinen Praxisalltag wieder ressourcenorientierter gestalten kannst.

Wann hast du dir das letzte Mal Zeit genommen, für ein paar Momente durchgeatmet und zwischen den Therapiesitzungen einen Blick auf deine eigenen Bedürfnisse geworfen? Im Praxisalltag bleibt zwischen Terminen, Dokumentation und Anträgen manchmal wenig Zeit. Die Arbeitszufriedenheit von Psychotherapeut*innen ist in der Regel hoch, doch gleichzeitig gibt es spezifische Belastungsfaktoren, die eine gute Psychohygiene und Selbstfürsorge unumgänglich machen. Umso wichtiger ist es, die eigenen Bedürfnisse und Ressourcen im Blick zu halten und sowohl während des Arbeitstages als auch am Feierabend für das eigene Wohlbefinden zu sorgen. Denn nur gesunde Therapeut*innen sind gute Therapeut*innen - und können so auch Rollenmodell für ihre Patient*innen sein.

Vier Freunde sitzen am Essenstisch und stoßen mit Orangensaft an.

Selbstfürsorge bedarf regelmäßiger Check-ins

Positiv für das eigene Wohlbefinden und die Gesundheit ist es, wenn wir Erfahrungen machen, „die zur Erfüllung von körperlichen und psychischen Grundbedürfnissen beitragen“, so die Autorinnen Deubner-Böhme und Deppe-Schmitz (2020, S. 5): Eine erfüllende Arbeit, soziale Kontakte, ausreichende Bewegung, gesunde Ernährung und Abwechslung … das alles und noch viel mehr sind Faktoren, die unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden positiv beeinflussen und auf die wir im Berufsalltag achten sollten. Mit Sicherheit besitzt du einige dieser Ressourcen bereits, sonst hättest du wahrscheinlich weder das Studium noch die PiA-Zeit gut überstanden. Aber manches gerät je nach Lebensphase oder Arbeitspensum eben auch aus dem Blickfeld. Stattdessen schleichen sich unliebsame Routinen ein, die uns eigentlich nicht guttun.

Selbstfürsorge ist also nichts, was du einmalig aufbaust und auf das du dich dann verlassen kannst. Stattdessen brauchen wir regelmäßige Zeiten, in denen wir achtsam und ehrlich mit uns selbst einchecken und schauen, wo wir eigentlich gerade stehen und wo wir ggf. mal wieder nachjustieren müssen.

120 Fragen, mit denen du deine Ressourcen aktivierst

Eine passende Unterstützung mit vielen anregenden Impulsen bietet hierzu der Fragenfächer „Die eigenen Ressourcen aktivieren“ von Miriam Deubner-Böhme und Uta Deppe-Schmitz, der beim Hogrefe Verlag erschienen ist.

Frau trinkt Tee und schaut aus dem Fenster.

Der Fächer bietet mit 120 Fragen die passende Unterstützung, deine eigene Selbstfürsorge und Gesundheit zu reflektieren. So kannst du die besonderen Herausforderungen des Praxisalltags im Blick behalten und deine Ressourcen (re-)aktivieren. Bei der Auswahl der Themen wurden dabei die spezifischen Anforderungen der therapeutischen Arbeit und des Therapiealltags berücksichtigt, beispielsweise:  

  1. Abwechslung während der Arbeit: Wie kann ich innerhalb der Therapiesitzungen für mehr Abwechslung sorgen? Wie kann ich mich durch eine bewusste Planung der Therapiesitzungen besser entlasten?
  1. Kräfte schonen: Wie gesund ist meine Sitzhaltung während der Sitzungen? Wie viel Engagement in der therapeutischen Arbeit tut mir gut?
  1. Praxisorganisation und Büroarbeiten: Wie kann ich meine organisatorischen Abläufe in der Praxis verbessern? Wie kann ich mir meine Schreibtätigkeiten leichter machen?
  1. Pausen: Wie gut gelingt es mir, in meinen Pausen tatsächlich nicht zu arbeiten? Was gibt mir in den Zeiten, in denen ich keine Patient*innen sehe, Energie?
  1. Soziale Kontakte: Mit welchen Kolleg*innen habe ich während des Arbeitsalltags Kontakt? Welche Gesprächsthemen sind für mich hilfreich und wohltuend?
  1. Therapieraumgestaltung: Wie trägt die Gestaltung meines Therapieraums zu meinem Wohlbefinden bei? Welchen persönlichen Rückzugsraum habe ich an meinem Arbeitsplatz?

In dem Fächer findest du noch viel mehr anregende Fragen zu diesen Themen, u. a. auch rundum die körperliche Gesundheit (Ernährung, Trinken, Schlaf, Bewegung etc.); Stärken und Werte; zum selbstfürsorglichen und konstruktiven Umgang mit den eigenen Gefühlen und Grenzen; Möglichkeiten, die Arbeit hinter sich zu lassen und die Freizeit erholsam und gut zu gestalten sowie Fragen zur frühzeitigen Erkennung von Stress und Belastungen.

Auf einem Tisch steht eine Tasse Kaffe und davor liegt ein Schreibblock mit einem Stift.

Ein handliches Alltagstool

Somit ist der Fragenfächer ein wichtiges Alltagstool zur Stärkung der eigenen Selbstfürsorge. Wie kannst du den Fragenfächer in deinen Alltag einbauen?

  1. Impuls für den Tag: Wähle morgens zu Beginn deines Praxistages z. B. eine bestimmte oder eine zufällige Frage aus dem Fragenfächer aus und nutze diese als Impuls für deinen Arbeitsalltag. Beobachte den genannten Aspekt über den Tag - sei es dein Trinkverhalten oder deine Pausengestaltung. Du kannst dir auch eine kleine, konkrete Veränderung vornehmen, die du an diesem oder in den folgenden Tagen einbauen möchtest.
  1. Reflexion mit Stift und Papier: Vielleicht bist du dir bereits bewusst, welcher spezifische Selbstfürsorgeaspekt bei dir zuletzt zu kurz gekommen ist und nun mehr deiner Aufmerksamkeit oder einer Veränderung bedarf? Nimm dir etwas mehr Zeit und suche dir die Fragen zu deinem spezifischen Thema heraus. Sieh zu, dass du am besten eine Zeit lang ungestört bist und nimm dir gerne einen Zettel und Stift zur Hilfe. Dann geh die Fragen in Ruhe für dich durch und notiere deine Antworten und Reflexionen auf deinem Papier. Dies kannst du nach Bedarf machen oder auch als regelmäßige Routine z. B. zum Beginn einer Woche oder zum Ende eines Monats.
  1. Fragenimpulse für Gruppen: Der Fragenfächer kann natürlich auch im Rahmen von Supervision, Intervision und Selbsterfahrung hilfreiche Anregungen und Fragenimpulse bieten und so eine gute Grundlage schaffen, um sich auszutauschen und von den Erfahrungen der anderen zu profitieren.
Vier junge Frauen und ein Mann besprechen sich in der Gruppe, während eine Frau Notizen macht.

Bist du neugierig geworden? „Die eigenen Ressourcen aktivieren: Selbstfürsorge für Psychotherapeuten – ein Fragenfächer“ von Miriam Deubner-Böhme und Uta Deppe-Schmitz ist beim Hogrefe Verlag erschienen und für 14,95 Euro erhältlich. Mehr Informationen findest du hier.