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Intelligenzdiagnostik digital auf dem iPad durchführen

Drei Kinder sitzen am Tisch und tippen jeweils auf einem iPad herum.

Schwere Testkoffer, stapelweise Hefte und vieles zu beachten. Sind Paper-Pencil-Verfahren in unserer digitalen Welt noch zeitgerecht? Die Durchführung von Intelligenztests über iPads ist längst möglich. Wie das funktioniert und warum sich das lohnt, erfährst du hier.

In Sachen Digitalisierung hat die Psychotherapie in den letzten zwei Jahren einen ordentlichen Sprung nach vorne gemacht. Wir können Termine videogestützt durchführen, Fragebögen online ausfüllen und Therapieaufgaben digital verschicken. Insbesondere in Pandemiezeiten haben Therapeut:innen und Patient:innen von der Digitalisierung profitiert. Aber auch darüber hinaus können digitale Anwendungen helfen, Angebote zu individualisieren und (nach einer gewissen Übergangs- und Eingewöhnungsphase) Praxisabläufe zu vereinfachen.

Aber wie ist es mit Intelligenztests? Differenzierte Intelligenztestverfahren wie z. B. der WISC-V für Kinder und Jugendliche werden in der Regel weiterhin im klassischen Paper-Pencil-Verfahren, also mit Papier und Stift durchgeführt. Dass das manchmal schwierig sein kann, hat sich gerade in Pandemiezeiten gezeigt. Hygienische Sicherheitsmaßnahmen sind während der Durchführung nicht optimal einhaltbar. Die Tests beinhalten viele Materialien, die nicht gut desinfiziert werden können. Und auch der Sicherheitsabstand ist während einer Testung nicht immer realisierbar. Viele Kolleg:innen, die regelmäßig Leistungsdiagnostik mit Kindern und Jugendlichen durchführen, haben daher in Zeiten der Pandemie nach digitalen Alternativen gesucht.

Person füllt Fragebogen mit einem Kugelschreiber aus.

Leistungstestung auf dem iPad durchführen

Und digitale Lösungen gibt es bereits! Pearson geht als Fachverlag für psychologische Testverfahren einen weiteren Schritt in Richtung Digitalisierung. Mit Q-interactive können die Testverfahren WISC-V und WPPSI-IV nun mit iPads durchgeführt werden.

Dafür werden zwei iPads benötigt, die per Bluetooth miteinander verbunden sind. Auf einem iPad siehst du als Testleiter:in die Testanweisungen und kannst die Aufgaben an deine Testperson übermitteln. Die Testperson wiederum sieht die jeweiligen Stimuli und kann die Aufgaben mit Tippen beantworten. Ein Hin- und Herblättern oder ein Wechseln zwischen verschiedenen Stimulus-Büchern ist dafür nicht mehr notwendig. Der Sicherheitsabstand kann gut eingehalten werden und die iPads sowie zusätzliche Materialien sind leicht desinfizierbar.

Die Testung per iPad bringt viele Vorteile

Auch unabhängig von den besonderen Herausforderungen während einer Pandemie, bietet die Testdurchführung auf dem iPad viele Vorteile gegenüber der Paper-Pencil-Version:

Motivation: Gerade Kinder und Jugendliche finden die Testung per iPad sehr attraktiv und motivierend: „Unsere bisherigen Erfahrungen seit dem Frühjahr zeigen, dass die Anwendung via iPads von den Kindern und Jugendlichen gut, meist sogar sehr motiviert, angenommen wird.“, berichtete ein Kollege über seine Erfahrungen. „Das iPad als Medium hat einen hohen Aufforderungscharakter.“ Und auch eine Psychologin beobachtet: „Viele Jugendliche, die normalerweise mit Coolness glänzen, stehen total auf die iPad-Variante.“

Alles auf einen Blick: Nicht nur für die Testpersonen ist die Anwendung auf dem iPad ansprechend. Auch die Testleiter:innen-Ansicht ist übersichtlich gestaltet und bietet dennoch viele zusätzliche Möglichkeiten, z. B.:

  • Direkt auf das Manual zugreifen
  • Wörtliche Instruktionen sehen
  • Zeit stoppen
  • Audioaufnahmen machen, um die Antworten später noch mal anzuhören (z. B. bei den sprachlichen Untertests)
  • Notizen über Verhaltensbeobachtungen während der Testung machen.
Kind sitzt am Schreibtisch und schaut sich etwas auf einem iPad an.

Mehr Zeit für das Wesentliche: Da die Materialien gebündelt werden und viele Funktionen (Zeit stoppen, Notizen machen) direkt auf dem iPad durchführbar sind, ist die Handhabung des Tests insgesamt deutlich vereinfacht. Die Punkte werden automatisch gezählt – und auch Abbruchkriterien oder Umkehrregeln greifen automatisch. Natürlich nur, wenn du das möchtest: Wenn es sinnvoll erscheint, kannst du Untertests auch weiterführen oder die Bewertungen nachträglich prüfen. Mögliche Fehlerquellen werden insgesamt reduziert und als Testleiter:in bist du während der Testdurchführung entlastet. So entsteht mehr Zeit für klinische Beobachtungen. Denn trotz der digitalen Anwendung bleibt die Testung natürlich interaktiv. 

Nach einer kurzen Einarbeitungszeit ist die Testdurchführung deutlich einfacher als mit Paper & Pencil“, berichtete ein Kollege nach seinen ersten Erfahrungen. „Nicht zuletzt sind die schnelle Auswertung und der Einblick in die Ergebnisse ein großer Fortschritt.“

Individualisierbar: Wenn es diagnostisch sinnvoll ist, kannst du Testbatterien je nach Fragestellungen individuell anpassen, z. B. einzelne Untertests hinzufügen, rausnehmen oder sie neu zusammenstellen.

Nachhaltigkeit: Die digitale Testung spart Papier und Lagerplatz für Testhefte und ist damit eine nachhaltige Alternative zur Paper-Pencil-Version. Du musst auch keinen schweren Testkoffer mehr tragen!

Wissenschaftlich geprüft: Umfangreiche Äquivalenzstudien zeigen, dass die digitalen Anwendungen weitestgehend mit den Paper-Pencil-Versionen vergleichbar sind.

Ein iPad mit Stift darauf liegt auf einem Schreibtisch.

Was benötigst du für die digitale Durchführung?

Die digitale Durchführung ist simpel und dank des Übungsmodus‘ leicht erlernbar. Du benötigst neben einer Internetverbindung:

  • Zwei iPads mit iOs 9 oder höher sowie 16GB Speicherplatz. Hier kannst du einsehen, welche iPads kompatibel sind.
  • Die App „Assess“, die du im App Store kostenfrei herunterladen kannst und welche dir die Anwendung der Tests auf dem iPad ermöglicht.
  • Die webbasierte Plattform „Central“, auf die du vom PC oder Laptop zugreifen kannst, und die wie deine Kontrollzentrale funktioniert. Vor der Testung legst du hier die Testprofile an oder erstellst individuelle Testbatterien. Nach der Testung rufst du hier die Ergebnisse ab, kannst sie herunterladen und ausdrucken.

„Asses“ und „Central“ sind über deinen persönlichen Zugang miteinander verbunden. Datenschutz und Sicherheitsvorkehrungen entsprechen bei Q-interactive den EU-Standards. Eine Pseudonymisierung der Daten ist möglich.

Manche Materialien, wie die Würfel beim Mosaiktest, können über das iPad nicht abgebildet werden. Daher benötigen manche Untertests noch zusätzliche physische Materialien. Diese erhältst du (wenn du sie nicht ohnehin schon vorrätig hast) im Pearson-Webshop.

Junge Frau sitzt am Schreibtisch und arbeitet mit dem iPad.

Du möchtest mehr erfahren?

Wenn du mehr über Q-interactive erfahren möchtest, bekommst du in der Einführung bei Vimeo neben weiterführenden Infos auch erste Einblicke in die direkte Anwendung und Testdurchführung. Weitere Infos findest du zudem im FAQ sowie in der Broschüre.