Anzeige

Worauf du als PiA bei der Steuererklärung achten solltest

Das Ausfüllen einer Steuererklärung lohnt sich auch für PiA

Als PiA weißt du das selbst am besten: eine Psychotherapieausbildung ist langwierig und sehr teuer. Bestimmt hast du in deiner ohnehin schon knappen Freizeit Besseres vor, als eine Steuererklärung auszufüllen. Warum du dir aber trotzdem die Zeit dafür nehmen solltest und welche steuerlichen Fallstricke es gibt, verrät dir der Steuerberater Jan Heinemann von der SEB Steuerberatung.

Egal, ob du als Psychologe freiberuflich bzw. selbständig oder in einem Anstellungsverhältnis deinem Beruf nachgehst – steuerliche Fragen spielen grundsätzlich überall eine Rolle. Das betrifft auch das Studium und die Psychotherapieausbildung. Als PiA hast du möglicherweise noch nie eine Steuererklärung ausgefüllt und brauchst Informationen dazu, wie du die Kosten der Ausbildung steuerlich geltend machen kannst. Unterstützung hierbei erhältst du durch die SEB Steuerberatung, einem Kooperationspartner der PsyCura Wirtschaftsdienst GmbH. Für psylife hat Steuerberater Jan Heinemann die wichtigsten Fragen rund um das Thema „PiA und Steuererklärung“ zusammengestellt.

Soll ich als PiA überhaupt eine Steuererklärung machen?

Grundsätzlich muss eigentlich jeder eine Steuererklärung abgeben. Es gibt ein paar Ausnahmen, zum Beispiel müssen Angestellte nur unter bestimmten Voraussetzungen eine Steuererklärung einreichen. Das hängt von z.B. der Wahl der Steuerklasse, von eingetragenen Freibeträgen oder zusätzlichen Einkünften ab. Die Abgabe einer Steuererklärung kann aber dann empfehlenswert sein, wenn Ausbildungskosten entstehen, die sich steuermindernd auswirken. Und hier sind wir gleich beim Thema, denn die Ausbildungskosten für PiA können sich im Rahmen von Werbungskosten sofort oder auch erst in der Zukunft (als sogenannte Verlustvorträge) steuermindernd auswirken. Dazu solltest du dir am besten bei einem Experten Rat einholen. Wichtig ist dabei, dass du jedes Jahr eine Steuererklärung abgibst, damit der vorgetragene Verlust nach Ende deiner Psychotherapieausbildung und dem Einstieg in eine Erwerbstätigkeit deine Steuerlast senken kann.      

Hol dir Hilfe vom Experten, denn beim Thema Steuern kannst du schnell den Überblick verlieren

Was sind denn eigentlich genau Ausbildungskosten?

Ausbildungskosten sind alle mit der Ausbildung entstandenen Kosten. Diese kannst du für jedes Ausbildungsjahr ansetzen. Dazu zählen zum Beispiel

  • Studiengebühren
  • Fahrtkosten
  • Kosten für Fachliteratur
  • Kosten für Supervision, Selbsterfahrung bzw. Lehrtherapie
  • Versicherungen
  • Umzugskosten zum Ausbildungsplatz
  • Arbeitsmittel (Tablet, Laptop…)
  • usw.

„Wichtig ist, dass du sämtliche Unterlagen, die mit der Ausbildung im Zusammenhang stehen, aufbewahrst, denn sie sind bares Geld wert und können dir spätere Steuererstattungen ermöglichen.“

Die Auswahl der Unterlagen, die du letztendlich bei der Einreichung der Steuererklärung wirklich brauchst, solltest du von einem Fachmann treffen lassen. Die SEB Steuerberatung hilft dir dabei.

Erstausbildung und Zweitausbildung – worauf kommt es hierbei an?

Der Gesetzgeber unterscheidet zwischen Erstausbildung und Zweitausbildung. Diese Unterscheidung ist wichtig, da sie über die Höhe der Ausbildungskosten entscheidet, die in der Steuererklärung berücksichtigt werden können:

  • Ausbildungskosten bei einer Ausbildung in einem Ausbildungsdienstverhältnis mit Ausbildungsvergütungen (Azubi/Werkstudenten): Hier kommt es zum vollen Abzug der Ausbildungskosten als Werbungskosten bei den Ausbildungsvergütungen.
  • Ausbildungskosten bei einer Ausbildung ohne Ausbildungsdienstverhältnis (erstmalige Berufsausbildung/Erststudium): Hier ist ein Abzug der Ausbildungskosten nur als Sonderausgaben bis 6.000, - Euro im Jahr möglich.
  • Ausbildungskosten bei einer weiteren Ausbildung (zweite Berufsausbildung/ Zweitstudium) ohne Ausbildungsdienstverhältnis oder einer Weiterbildung im Beruf: Hier ist ebenfalls ein voller Abzug der Ausbildungskosten als Werbungskosten/Praxisausgaben bei den laufenden bzw. späteren Vergütungen/Praxiseinnahmen (sog. Verlustfeststellung) möglich.

Eine Erstausbildung wird hierbei definiert als „geordnete Ausbildung mit einer Mindestlaufzeit von 12 Monaten und ggf. mit einer Abschlussprüfung.“ 

Als mehrstufige Erstausbildung wird ein Bachelorstudium mit anschließendem Masterstudium verstanden. Das Ausbildungsziel ist dabei entscheidend.


Voraussetzung für die Psychotherapieausbildung ist ein abgeschlossenes Hochschulstudium, daher handelt es sich hierbei immer um eine Zweitausbildung – und du kannst alle Aufwendungen steuerlich in voller Höhe geltend machen.  

Bei der Psychotherapieausbildung ist ein voller Abzug der Ausbildungskosten möglich

Wichtig ist, wer die Ausbildungskosten trägt!

Trägst du nicht selbst die Kosten für die Erst- oder Zweitausbildung, sondern zum Beispiel deine Eltern, so können diese Kosten nur dann als Unterhaltsleistungen in der Einkommensteuererklärung deiner Eltern angesetzt werden, wenn kein Kindergeldanspruch mehr besteht. Eine weitere Berücksichtigung ist nicht möglich (sog. Ausbildungsfreibetrag).

Trägst du die Kosten selbst, so kannst du sie in deiner eigenen Einkommensteuererklärung als Sonderausgaben oder Werbungskosten unabhängig von einem Kindergeldanspruch geltend machen.

Übrigens ist es dabei unerheblich, ob du die Ausbildung tatsächlich erfolgreich beendest – die Ausbildungskosten kannst du trotzdem steuerlich absetzen.  

 

Welche Einkünfte muss ich als PiA in meiner Steuererklärung angeben?

Mit Einreichung einer Steuererklärung musst du sämtliche Einkünfte angeben, also z.B. das Ausbildungsgehalt bzw. Ausbildungshonorare.

Steuerfreie Einkünfte scheiden dabei aus.

 

Wann entsteht eine Steuer für mich?

Es gibt einen sog. Grundfreibetrag, der als Existenzminimum gilt und von deinem Jahreseinkommen abgezogen wird, ehe die Steuer dafür berechnet wird. Dieser Grundfreibetrag, der dich also finanziell entlastet, liegt zurzeit bei 9.000, - Euro. Wenn dieser Betrag durch deine Einkünfte nicht überschritten wird, wird keine Steuer erhoben.

Hilfe für jede Phase deiner Tätigkeit durch die SEB Steuerberatung

Du siehst: auch als PiA lohnt es sich, sich mit dem Thema Steuern zu befassen. Damit du wirklich alle Steuervorteile nutzt bzw. vermeidest, dass unnötige Steuern anfallen, solltest du dich von Steuerprofis beraten lassen.

Die SEB Steuerberatung bietet diesen Service in Zusammenarbeit mit der PsyCura Wirtschaftsdienst GmbH bereits für Studierende an. Weitere Informationen dazu findest du auf der Webseite der PsyCura Wirtschaftsdienst GmbH und im Anbieterprofil von SEB   

Fülle einfach das Kontaktformular für deine Anfrage aus und die SEB Steuerberatung setzt sich mit dir in Verbindung.

Übrigens: Solltest du dich entscheiden, die Beratungsleistungen der SEB Steuerberatung in Anspruch zu nehmen, erhältst du Sonderkonditionen, wenn du Mitglied in einem Berufsverband oder Fachverband bist (z.B. im Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP) e.V.). Gib dazu einfach den Namen des Verbands und deine Mitgliedsnummer im Formular an.