Finde das passende Logo für deine Praxis

Farbpalette und Stifte neben einem leeren Blatt

Das Praxislogo ist dein Aushängeschild nach außen. Es spiegelt deine Qualifikation wider, hebt dich von der Masse ab und schafft Beziehung zu deinen Klient*innen – manchmal sogar noch vor dem ersten Kontakt. Beim Design kann man viel richtig, aber auch einiges falsch machen. Unsere Autorin Minh Trang Nguyen hat drei Tipps für dich, worauf du für das perfekte Praxislogo achten solltest.

 

In kaum einem anderen Berufsfeld ist die Beziehung zu Klientinnen und Klienten ein derartiger Schlüsselfaktor wie bei Coaches und Therapeut*innen. Das Berufsfeld ist groß, es haben sich zahlreiche Nischen und Leistungen entwickelt und auch die Konkurrenz ist vielfältig, sodass man sich mit seinem Angebot von anderen abgrenzen, und seinen Tätigkeitsbereich effektiv an Patient*innen kommunizieren sollte. Der erste visuelle Schritt hierfür ist das eigene Logo, denn es repräsentiert nicht nur das Unternehmen, sondern verleiht Eigenständigkeit und Unverwechselbarkeit.

Warum brauchst du überhaupt ein Logo-Design?

Egal ob neugegründet oder alteingesessen: Ein gut gestaltetes Firmen-Logo signalisiert Professionalität und vermittelt den Kund*innen sowie Klient*innen Kompetenz. Und gerade Therapeut*innen sowie Coaches müssen die Eigenschaften, sowohl fachkundig als auch feinfühlig zu sein, in sich vereinen. In dieser Branche spielt Vertrauen eine sehr große Rolle. Ein eigenes Logo kann dieses noch verstärken und Klient*innen quasi bereits vor der Praxis abholen. Auch bei der Online-Suche nach einer passenden Therapeutin, einem Therapeuten oder Coach, kann das Logo auf der Homepage das sichere Gefühl geben, hier gut aufgehoben zu sein – vom Klick zur Terminvereinbarung ist es damit nicht mehr weit. Eine professionelle Außendarstellung spiegelt also die eigene Qualifikation und hilft, dich als Expert*in in deinem Fachgebiet überzeugend zu positionieren. Somit schaffst du mehr als nur einen ersten positiven Eindruck: Du erzeugst einen Wiedererkennungswert und kommunizierst darüber hinaus ein Nutzenversprechen.

 

Wo kann man das Logo-Design eigentlich überall einsetzen?

Coaches und Therapeut*innen profitieren vielfach von einem unverwechselbaren Logo, denn sie können es an diversen Stellen effektiv einsetzen sowie verwenden:

  • Bei der Schaufensterbeschriftung sowie dem Schild der Praxis spielt das Logo natürlich eine optisch prominente Rolle.
  • Im Wartebereich der Praxis begegnen den Klient*innen schließlich Flyer und Broschüren über das eigene Leistungsspektrum und auch hier prangt das Logo auf all diesen Werbemitteln.
  • Das Logo muss zudem aber auch bei der klassischen Firmenausstattung sowie im Arbeitsalltag funktionieren, wie auf Visitenkarte, Briefkopf, Rechnung, Fax oder Stempel.
  • Vielleicht möchtest du als Coach das Logo sogar dafür nutzen, um andere Produkte wie Stoffbeutel oder Kulis zu zieren.

Damit spielt das Logo für Coaches oder Therapeut*innen in allen wichtigen Kontaktpunkten von Klient*innen oder Patient*innen eine wichtige Rolle – und das sowohl vor, während als auch nach der Behandlung.

Drei Tipps und Tricks für die Gestaltung eines professionellen Logos
 

Tipp Nr. 1: Arbeite mit einer Designerin oder einem Designer zusammen

Wie bei jedem Firmen-Logo sollte man sich auch bei einem Therapeut*innen- oder Coach-Signet zunächst Gedanken machen, was man damit eigentlich transportieren möchte. Diese Überlegungen sind dann die Grundlagen für ein klares Briefing und eine bestimmte Erwartungshaltung, die man einer professionellen Designerin oder einem professionellen Designer vermitteln sollte. Der konkrete Rahmen ist damit gegeben, kreativer Freiraum muss aber stets ebenfalls vorhanden bleiben – schließlich sind die Grafiker*innen Profis auf ihrem Feld. Die Therapeut*innen und Coaches sind es in ihrem Gebiet. Eine Logo-Entwicklung braucht zudem Zeit, denn schließlich soll das Signet das eigene Unternehmen bestenfalls „ein ganzes Leben“ lang repräsentieren. Deshalb sollte man genügend Zeit bei diesem Prozess einplanen, um mit der Designerin oder dem Designer zu interagieren und Feedback zu den Entwürfen zu geben.

Letztendlich gibt es vor allem drei essentielle Eigenschaften, die jedes gute Logo in sich tragen sollte:

  • Verständlichkeit
  • Unverwechselbarkeit
  • Einprägsamkeit

Tipp Nr. 2: Verwende geeignete Farben, Formen und Fonts

Ein Logo muss reproduzierbar sein, damit es auf diversen Medien sowie Produkten gut erkennbar ist: Vom Fax über den Firmenstempel sollte es schließlich stets professionell aussehen. An dieser Stelle spielen die ausgewählten Farben für das Logo eine entscheidende Rolle, denn auch wenn ein Logo mehrfarbig ist, sollte es immer auch in schwarz-weiß für wichtige Geschäftsmittel funktionieren. Entscheidest du dich für mehrere Farben, solltest du darauf achten, dass diese auch zueinander passen – denn die schönste Form kann durch wirre Farben wieder beeinträchtigt werden. Coaches und Therapeut*innen können sich diesbezüglich beispielsweise von der Einrichtung der Praxis inspirieren lassen oder Töne wählen, bei denen sie sich besonders wohlfühlen oder mit denen sie bestimmte Emotionen bei den Kund*innen erzeugen wollen.

Die Farbpsychologie spielt demnach auch im Grafik-Design eine wichtige Rolle. Nicht umsonst setzen die berühmtesten Marken auf sie und haben sich bei ihren Logos für Primärfarben und eine bis höchstens zwei ergänzende Farben entschieden. Welche Farben wie wirken, ist inzwischen gut erforscht und die jeweiligen Assoziationen sollten bei der Logo-Gestaltung immer beachtet werden. Ein folgender kleiner „Farbkurs“ hilft bei der bunten Qual der Wahl:

  • Die beliebteste Farbe im Logo-Design ist Blau: Sie steht für Ruhe, Vertrauen und Seriosität. Mit dieser Farbwahl setzt man als Coach oder Therapeut*in ein starkes Statement in Richtung Konkurrenz.
  • Soll ein Logo emotional, aktiv oder dynamisch wirken, wird gerne zu Rot gegriffen, denn diese dominante Farbe strahlt Leidenschaft und Entschlossenheit aus: Dieser energiegeladene Ton ist damit zum Beispiel Coaches zu empfehlen, die in Sachen Business oder Consulting tätig sind.
  • Unternehmen, die positiv und lebensfroh wirken wollen, greifen zu einem Gelbton: Die Farbe vermittelt gute Laune und Optimismus, beides Effekte, die eine Therapie als Grundstimmungen nutzen kann.
  • Therapeut*innen und Coaches, die sich der Gesundheit widmen und frisch sowie naturnah erscheinen wollen, greifen hingegen gerne zu Grün: Da das Wohlbefinden der Klient*innen in diesem Berufsfeld eine große Rolle spielt, wäre ein schönes Grün daher eine gute Logofarbidee.

Neben der Farbe spielt ein eigenes Schriftbild ebenfalls eine wichtige Rolle: Der Font im Logo sollte stets stimmig zur Farbgebung sein. Als Eyecatcher und wichtigstes Element im Logo gilt darüber hinaus eine spezielle Form oder ein bestimmtes Symbol, das den Tätigkeitsbereich veranschaulicht: Das können Figuren, Pflanzen oder Tiere sein – der Individualität sind hier keinerlei Grenzen gesetzt.

Tipp 3: Diese Fehler sollten vermieden werden

Die größte Fehlerquelle steckt allerdings eben in dieser Individualität, denn man darf bei der Logo-Gestaltung niemals nur von sich und seinen eigenen Vorlieben ausgehen. Stets das Zielpublikum im Blick behalten, lautet somit die Devise! Darüber hinaus gibt es noch ein paar andere Stolpersteine, die man beachten muss:

  • Niemals das Design von anderen stehlen: Inspiration ist natürlich in Ordnung, aber kopieren ist ein No-Go.
  • Niemals Stock-Material verwenden: Generische Logos sind inzwischen kostengünstig im Netz zu finden, erweisen sich aber in Sachen Wiedererkennungseffekt als Misserfolg.
  • Niemals zu viele Schriften und Farben kombinieren: Viel hilft in Sachen Logo-Design nicht automatisch viel. Denn nicht umsonst gilt hier im Grafikdesign die Formel KISS: „Keep It Short (and) Simple“.

Fazit

Kurz gesagt, ein Logo muss auf den ersten Blick die Arbeit von Therapeut*innen und Coaches repräsentieren. Keine leichte Aufgabe also für so ein „kleines“ Ding, denn neben all diesen Aspekten sollte das Logo auch noch zeitlos sein. Ein professioneller Auftritt sollte deshalb auch Profis überlassen werden. Hier kann man sich für eine Werbeagentur, für eine Grafikdesignerin oder einen Grafikdesigner entscheiden, aber auch für kostengünstige Alternativen wie beispielsweise eine Online-Plattform für Design-Dienstleistungen.

Die in diesem Beitrag angeführten Fakten zum Thema Logo können dir dabei helfen, Designvorschläge einzuschätzen und zu beurteilen, sodass du auf diese Weise zu einem passenden und perfekten eigenen Logo kommst.