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„kids in BALANCE“ – Therapiebücher in der Arbeit mit Kindern und ihren Eltern

Wenn du therapeutisch mit Kindern arbeitest, kennst du es: oft braucht es kreative Herangehensweisen, um Probleme in die Therapie einzuführen und Lösungsideen zu erarbeiten. Die Bilderbücher der Reihe kids in BALANCE vom BALANCE buch + medien verlag sind speziell dafür konzipiert, psychische Erkrankungen und Krisen kindgerecht verständlich zu machen. Von Depression über Borderline bis hin zu Trauer. Wir stellen dir fünf Bilderbücher aus der Reihe genauer vor.

Ob als Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut oder in der psychologisch-pädagogischen Arbeit in Beratungsstellen: die Arbeit mit Kindern erfordert oftmals kreative Ansätze und Herangehensweisen. Malen, Puppenspiel oder Geschichten erzählen zum Beispiel. Eine gute Herangehensweise sind aber auch Bilderbücher, denn viele Kinder sind mit ihnen vertraut, sprechen in der Therapie und in der Beratung gut darauf an und finden einen schnellen Zugang zu den Geschichten und Personen. Mit Hilfe der Bücher können Probleme auf eine kindgerechte Art in die Therapie eingeführt und schwierige Sachverhalte leicht erklärt werden. Die Kinder identifizieren sich mit den Figuren und lernen – wie im Alltag auch – am Modell, z.B. wie sie mit einer bestimmten Situation umgehen können, welche verschiedenen Sichtweisen man haben kann und wie sich ein Problem vielleicht lösen lässt.

Therapiebücher, die Kindern verstehen helfen

Bilderbücher, die speziell dafür konzipiert sind, psychische Erkrankungen und Krisen kindgerecht verständlich zu machen, findest du in der Reihe kids in BALANCE vom BALANCE buch + medien verlag. Die Bücher sind dabei für Kinder zwischen 3 und 6 Jahren empfohlen, manche auch ab 8 Jahren. Sie sind alle von der Stiftung Gesundheit auf ihre Qualität geprüft. Das Gütesiegel erhalten die Bücher nur, wenn sie von externen Gutachtern als verständlich, alltagstauglich und aufrichtig eingestuft wurden.

Das Themenspektrum von kids in BALANCE ist groß: ADHS, Autismus-Spektrum-Störung, Bipolare Störung, Psychose, Trauer und noch viele mehr. Manchmal stehen die Probleme der Kinder selbst im Vordergrund, wie z.B. bei „Yussef und die Erinnerungsgeister“. In dem Buch wird Yussef, der mit seiner Familie geflüchtet ist, von seinen Erinnerungsgeistern verfolgt und lernt diese gemeinsam mit seiner Therapeutin zu kontrollieren.

Manchmal stehen aber auch die psychischen Erkrankungen von Familienmitgliedern im Vordergrund, wie z.B. bei „Eine Tütü-Torte für Elise“, wo die kleine Marie lernt, dass ihre große Schwester an Magersucht erkrankt ist und was das genau bedeutet. Oder im neusten Band der Reihe, „Selina Stummfisch“, in dem Nellies große Schwester Selina nicht mit fremden Menschen sprechen kann und dann immer ganz steif wie ein Brett wird.

Die Charaktere sind dabei immer Kinder, ihre Freunde, Geschwister, Eltern und andere Bezugspersonen. Auf Tiere als Figuren wird verzichtet, denn dies erleichtert die Identifikation und den Transfer in den eigenen Alltag.

Im Folgenden stellen wir dir fünf Bücher der kids in BALANCE-Reihe genauer vor:

1. „Molly und das große Nichts“ – Ein Buch über Depression im Kindesalter

Depression galt lange Zeit als eine Erkrankung des Erwachsenen- und des älteren Jugendalters. Zu Unrecht, wie sich in den letzten Jahren herausgestellt hat, denn auch Kinder und jüngere Jugendliche können an Depression erkranken – wie Molly in dem Buch „Molly und das große Nichts“. Sie verliert die Freude an den Dingen. Selbst das Schaukeln macht ihr keinen Spaß mehr und wenn sie ihre Familie anschaut, fühlt Molly nichts – bis sie eines Tages gar nicht mehr leben möchte. Mit eindrücklichen Illustrationen und der symbolischen Nutzung von Farben wird ein für viele sehr erschreckendes Thema – die Depression und Suizidalität von Kindern – behutsam eingeführt. Das Buch macht aber auch Mut und zeigt, dass Depression überwunden werden kann.

2. „Mika, Ida und der Eselschreck“ – Eine Geschichte über Regenbogenfamilien

Mama, Papa, Kind? Schaust du dir die Familien an, die bei dir in der Therapie oder in der Beratung sitzen, wirst du es wissen: Familien sind vielfältiger! So ist es auch bei Mika, der gerne zum Reiten geht und eben nicht eine Mama und einen Papa hat, sondern eine Mama und eine Mami. Und die Eltern von Ida, die auf demselben Hof zum Reiten kommt, sind seit neustem getrennt. Liebevoll greift das Buch die Frage auf: Was ist eigentlich eine Familie? Und ist Mikas Familie komisch, weil er zwei Mamas hat? Oder Idas Familie, weil sie mit ihrem Papa alleine wohnt? Ein Buch, das einlädt, im therapeutischen oder pädagogischen Kontext über die Vielfalt von Familien zu sprechen und sehr spielerisch und natürlich zeigt: jede Familie ist anders – und das ist auch gut so. 

3. „Ein Stern namens Mama“ – Ein einfühlsames Bilderbuch über Trauer und Krebs

Der Tod ist oft ein schwieriges Thema in der Therapie und für Angehörige. Weil es betroffen und unsicher macht: Soll man über das Thema sprechen? Und wie kann man über das Thema sprechen? „Ein Stern namens Mama“ gibt dem Thema einen Raum – sei es in der Therapie oder innerhalb der Familie. Ruben, der Junge in der Geschichte, wird sechs Jahre alt. Dies ist sein erster Geburtstag ohne Mama, denn Mama ist an Krebs verstorben. Sie ist jetzt ein Stern am Himmel und wenn es dunkel ist, schauen Ruben, seine Schwester und sein Vater zum Sternenhimmel und winken ihr zu. Das Bilderbuch zeigt sehr einfühlsam, wie Familien und Kinder mit Trauer umgehen können, und erklärt gleichzeitig behutsam und kindgerecht, was Krebs ist und wie sich die Krankheit entwickeln kann.

4. „Mama, Mia und das Schleuderprogramm“ – Kindern Borderline erklären

Viele Kinder, die zu uns in die Therapie oder in die Beratung kommen, haben Eltern mit psychischen Erkrankungen. Neben Depressionen und bipolaren Störungen (die ebenfalls im Verlagsprogramm behandelt werden), ist Borderline eine sehr häufige.

In „Mama, Mia und das Schleuderprogramm“ erlebt Mia, dass die Gedanken und Gefühle ihrer Mutter manchmal ganz durcheinander wirbeln – wie bei einer Waschmaschine. Sie bekommt auch mit, wie ihre Mama sich wehtut, wenn es ihr nicht gut geht. Aufklärend und gleichzeitig sehr ressourcenorientiert lädt das Buch ein, Verständnis zu entwickeln, familiäre Stärken zu fördern und Unterstützungsmöglichkeiten zu suchen.

5. „Wo ist Wilma?“ -  Bindungsmuster erkennen

Bei Bilderbüchern denkt man an die Arbeit mit Kindern, aber auch Erwachsene können von der bildhaften, anschaulichen Darstellung oft profitieren. Das Buch „Wo ist Wilma?“ ist zum Beispiel gar nicht für die kleinen Leser gedacht, sondern erklärt Fachkräften und auch Eltern, welche Bindungsmuster es gibt und wie sie sich entwickeln. In dem Buch lernt der Leser vier Kinder im Kindergarten kennen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Sie alle haben in ihrem jungen Leben bereits ganz verschiedene Erfahrungen mit Beziehungen gemacht. Diese Erfahrungen spiegeln sich in ihren sozialen Interaktionen und in ihren Bedürfnissen wider. Denn nicht jedes Erziehungsverhalten passt für jedes Kind! Woran erkennt man als Erwachsener die individuellen Bedürfnisse? Und wie kann man passend darauf eingehen? Ein Buch, das man als Kinder- und Jugendlichentherapeut oder Berater für sich selbst nutzen oder aber an Erzieher, Lehrer und Eltern weiterempfehlen kann.

Vertiefende Links und Arbeitsmaterialien

Es ist schon deutlich geworden: der Einsatz der Bücher ist vielfältig. Du kannst sie in der Therapie oder Beratung einsetzen, um gemeinsam mit dem Kind und deren Eltern an den jeweiligen Themen zu arbeiten, Probleme zu erklären, Identifikation zu stiften, Lernmodelle zu bieten und erste Lösungsideen anzuregen. Du kannst die Bücher natürlich auch Familien empfehlen, wenn sie zuhause an den Themen arbeiten möchten. Am Ende der Geschichten sind oft zusätzliche Informationen und Links oder Download- und Arbeitsmaterialien zusammengestellt, so dass es möglich ist, sich weiter zu informieren und die Themen zu vertiefen. 

Neugierig geworden? Mehr Bücher und Einblicke in das Verlagsprogramm erhältst du auf der Seite der Reihe „kids in BALANCE“