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Wem kann ich meine Patienten anvertrauen?

Foto: Oberbergkliniken

Vor dieser Frage hast Du sicher schon häufig gestanden – egal ob in Fällen schwerer Depression, Sucht, Burn-out oder einer anderen psychischen Erkrankung. Du hast alles gegeben, aber er oder sie kommt um eine stationäre Therapie womöglich trotzdem nicht herum. Bunte schöne Prospekte gibt es viele; bei der Entscheidung für eine Klinik helfen sie oft nicht.

Dir ist wichtig, dass Dein Patient als Mensch auf- und angenommen und nicht auf seine Erkrankung reduziert wird. Diese gute Absicht willst Du keinem Arzt oder Therapeuten absprechen. Aber viel hängt, wie Du weißt, auch von den Rahmenbedingungen ab. Wenn, wie in den Oberbergkliniken, auf 2 bis 2,5 Patienten ein Arzt, Psychologe oder Psychologischer Psychotherapeut kommt, dann sind diese optimal.

Bei allen drei Oberbergkliniken sprechen wir von Akutkliniken, die eine umfassende medizinisch-psychotherapeutische Behandlung bieten; die Aufnahme ist jederzeit möglich, ärztliche und pflegerische Betreuung rund um die Uhr sind gewährleistet. Sie befinden sich ausnahmslos in schöner Lage – die eine in Extertal Laßbruch im Weserbergland, die andere in Hornberg im Schwarzwald und die dritte am wunderschönen Großen Glubigsee im Brandenburgischen Wendisch Rietz, eine Autostunde von Berlin entfernt.

Kurze Wege aus der Wissenschaft in die Praxis

Gut, sagst Du an dieser Stelle vielleicht, aber wer garantiert mir, dass die Behandlung genauso gut wie die Umgebung schön ist, dass es genug erfahrene Spezialisten gibt und dass Erfahrung nicht vor allem auf ein fortgeschrittenes Alter hindeutet, sondern auf ständiges Orientieren am aktuellen Erkenntnisstand der Wissenschaft? Spitzenmedizin mit einem intensiven, innovativen und individuellen Behandlungsansatz braucht Inspiration von außen und kritische Begleitung. Das hat die Leitung der Oberbergkliniken auch erkannt und deshalb ein Medical Board im Sinne eines wissenschaftlichen Beirats eingerichtet, das aus namhaften Medizinern und Psychologen aus Wissenschaft und Praxis besteht. Es trägt maßgeblich dazu bei, dass neueste evidenzbasierte Erkenntnisse aus Forschung und Wissenschaft in die klinische Praxis einfließen.

Ärzte wissen genau, warum sie sich im Krankheitsfall hier behandeln lassen

Für erstklassige Behandlung spricht bei den Oberbergkliniken aber noch eine andere Tatsache: Im Schnitt sind 16 bis 18 Prozent der Patienten Ärzte, in Hornberg in der Regel einige mehr. Wenn diese Berufsgruppe im Fall einer psychischen Erkrankung die Oberbergkliniken seit Jahrzehnten besonders wertschätzt, dann sagt das einiges aus, sind Ärzte doch besonders kritisch und erfahrungsgemäß sehr anspruchsvolle Patienten. Der Gründer der Oberbergkliniken, Prof. Dr. Matthias Gottschaldt, litt unter einem Burn-out-Syndrom und war alkoholabhängig. Nach mehreren Therapieversuchen gelang dem vor seinem Zusammenbruch von Erfolg verwöhnten und energiegeladenen Mann schließlich ein neuer Start. Er entwickelte ein schulenübergreifendes Konzept. Der Kerngedanke dabei: jeder Patient verfügt über ein ganz eigenes emotionales Profil, das es bei der Gestaltung eines individuellen, intensiven und innovativen Therapieprozesses achtsam wahrzunehmen gilt. Die eigene Erfahrung mit seiner Krankheit bestärkte Matthias Gottschaldt zu Beginn darin, besonders Ärzten eine intensive, zeitsparende Therapie anzubieten, um ihnen die rasche Rückkehr ins Berufsleben zu ermöglichen. Suchtkranke Mediziner profitieren bis heute von dem zwischen der Oberberggruppe und den Ärztekammern vereinbarten Curriculum, das regelmäßige Nachuntersuchungen zum Abstinenznachweis vorsieht und auf den Erhalt der Approbation zielt. Das Konzept hat sich inzwischen auch bei anderen Berufsgruppen, wie Lehrern, Apothekern und Juristen bewährt.

Weg vom Defizit-Modell des Alters – therapeutische Hilfe für „Best Agers“

Die wichtigsten Indikationen – von Depressionen über Abhängigkeitserkrankungen bis zum Burn-out, von Traumafolgen über Angsterkrankungen bis zu Persönlichkeitsstörungen - werden in allen Oberbergkliniken behandelt. Außerdem haben sich Spezialisierungen entwickelt. So bietet Laßbruch, seit Dr. Ahmad Bransi dort Chefarzt ist und aus früherer wissenschaftlicher und praktischer Arbeit unter anderem gerontopsychologische und -psychiatrische Erfahrungen mitgebracht hat, ein spezielles Programm für Menschen mit psychischen Störungen im Alter von 50 Jahren aufwärts an. Es wendet sich ab vom Defizitmodell, das häufig mit dem Altwerden verbunden wird, und fokussiert stattdessen die Ressourcen, die ein Patient mitbringt. „Patienten lernen durch intensive Psychotherapie, internistisch begleitet, sowie durch Körper- und Gestalttherapie, mit diesen Ressourcen gut umzugehen und sie weiterzuentwickeln. So können sie ihre Krise überwinden und gesund in eine neue Lebensphase eintreten, sich neue Ziele setzen und sie erfolgreich ansteuern“, betont Dr. Bransi.

Seit zwei Jahren finden sich aufgrund dieses Therapieangebots sogenannte Best Ager in Laßbruch ein. Sie sind nicht mehr die jüngsten, können aber auch noch nicht als alt bezeichnet werden. „Diese Position zwischen der jungen und der alten Generation“, erläutert Ahmad Bransi, „stellt eine besondere Situation dar: Kinder gehen aus dem Haus, erste körperliche Probleme stellen sich ein, wichtige Teile des Lebens liegen hinter einem, und für die Zukunft gibt es womöglich noch keinen Plan. Mit dieser veränderten Lage kommen einige nicht klar, reagieren mit psychischen Problemen und stellen damit eine besondere psychotherapeutische Herausforderung dar. Wir nehmen sie sowohl mit ihrer ganzen Persönlichkeit und Lebensleistung als auch mit ihren altersspezifischen Problemen aus einer psychosomatischen Perspektive wahr.“ Er rechnet künftig mit noch mehr Menschen zwischen 70 und 80 Jahren, die therapeutischer Hilfe wie der in Laßbruch angebotenen bedürfen. Zum Glück würden Hausärzte heutzutage durch bessere Aufklärung bei unterschiedlichen Beschwerden die Möglichkeit einer psychischen Komponente früher in Erwägung ziehen und Patienten so einen allzu langen diagnostischen Prozess ersparen.

Die Oberbergklinik Berlin/Brandenburg bietet seit dem 1. Juli ein Therapieangebot für Menschen mit Essstörungen an. (Foto: Oberbergkliniken)

Besser als Diäten helfen Therapien bei auffälligem Essverhalten

In Wendisch Rietz haben Chefarzt Dr. Willenborg und sein Team lange an einem Therapieangebot für Menschen mit auffälligem Essverhalten gearbeitet. „Der Fokus liegt auf Ernährung und Bewegung, also auf einem psychosomatischen Hintergrund“, betont Chefarzt Dr. Bastian Willenborg. „Gerade übergewichtigen Patienten, die vielleicht auch eine Störung des Essverhaltens haben, Essen z.B. zur Emotionsregulation nutzen, wollen wir ein individuelles Angebot machen. Es geht nicht um Diät, sondern um die ganze Breite essenspezifischer und bewegungsspezifischer Themen anzusprechen.“ Das Angebot gibt es in Wendisch Rietz seit dem 1. Juli 2018.

Oberberg reagiert damit auch auf die steigende Zahl übergewichtiger Menschen im Land. In Vorbereitung auf dieses Ernährungs- und Bewegungsprogramm hat Dr. Willenborg im Umland Adipositas-Schwerpunktpraxen besucht. Sein Eindruck: Was die somatische Seite des Problems angeht, sind diese Einrichtungen sehr gut aufgestellt. Auf psychische Ursachen, die bei problematischem Essverhalten oft eine Rolle spielen, sind sie jedoch nicht eingerichtet. Und da kommt das Oberbergmodell ins Spiel - die vertiefte Suche nach dem Auslöser für das Essverhalten.

Auch Persönlichkeitsstörungen nimmt die Klinik in Wendisch Rietz stärker in den Fokus. Bastian Willenborg hat selbst an einer Studie zur Schematherapie mitgearbeitet und ist somit ausgewiesener Spezialist für die Thematik. „Die Grundannahme der von Jeffrey E. Young entwickelten Schematherapie besteht darin: Patienten haben in ihrer Kindheit Überlebensstrategien entwickelt, sogenannte Schemata, weil kindliche Grundbedürfnisse nicht befriedigt worden sind. Häufig werden diese stabilen Muster auch im Erwachsenenalter fortgeführt, ohne dass sie da noch eine Funktion haben. In der Therapie finden wir heraus, welche Grundbedürfnisse das damals waren und wie man sie heute befriedigen kann. Es ist eine sehr bedürfnisorientierte Therapieform, bei der die Drop-out-Rate niedriger ist, es also seltener zum unerwünschten Ausstieg aus der Therapie kommt.“

Die Oberbergklinik Schwarzwald  in Hornberg. (Foto: Oberbergkliniken)

Mit multimodalem Ansatz im stationären Setting gegen Zwänge

„Leuchttürme weisen Schiffen den Weg in einen sicheren Hafen. So wollen wir Patienten den Weg zurück ins Leben weisen“, sagt PD Dr. Andreas Wahl-Kordon, Ärztlicher Direktor der Klinik in Hornberg. Stolz berichtet er von dem dort bestehenden Therapieangebot für Patienten mit Posttraumatischer Belastungsstörung oder anderen Traumafolgestörungen. „Wir haben uns für die von Mervyn Schmucker entwickelte IRRT (Imagery Rescripting Reprecessing Therapy) entschieden, die aus der kognitiven Verhaltenstherapie entwickelt wurde und eine schonende Bearbeitung der belastenden Bilder und Blockaden von PTBS-Patienten ermöglicht.“ Dafür, dass Traumafolgestörungen sehr häufig auftretende psychische  Erkrankungen seien, gebe es viel zu wenige Kliniken, die sie wirklich gut behandeln können, klagt Andreas Wahl-Kordon. Auch Patienten mit Zwangserkrankungen finden nach seiner Kenntnis nur schwer einen Therapeuten. Er hat zu diesem Thema habilitiert und widmet sich ihm mit Hingabe. Nicht alle Betroffenen bräuchten eine stationäre Behandlung, aber natürlich biete der multimodale Ansatz im stationären Setting zusammen mit der Intensität der Therapie große Vorteile. Essentiell seien dabei die Konfrontationsübungen.

 Foto: Oberbergkliniken

Reden wir über Geld

Die Intensität der Behandlung in den Oberbergkliniken mit mindestens fünf Einzel- und vier Gruppentherapien von 100 Minuten pro Woche können sich doch sowieso nur überdurchschnittlich gut verdienende Patienten leisten, wirst Du jetzt vielleicht denken. Irrtum. Zwar liegen die Kosten in den privaten Oberbergkliniken über denen anderer Einrichtungen. Die meisten Patienten dort sind privat versichert, erhalten Beihilfe oder sind Selbstzahler. U.a. im Rahmen des sogenannten Kostenerstattungsverfahrens ist eine Kostenübernahme durch gesetzliche Krankenversicherungen in bestimmten Fällen möglich. Den Versuch ist es wert. Deine Patienten werden es Dir danken, wenn Du solche Optionen nach Recherche auf der Webseite der Kliniken noch detaillierter als es hier möglich ist beschreiben kannst.